Text: Hans-Werner Fotos: Hans-Werner und Lena
Nach einem Kurztrip im Februar ins Elsass stand im März die Hauptuntersuchung für unser Wohnmobil an. Daraus entwickelte sich ein 14-tägiger Werkstattbesuch, der gefühlt den gesamten März andauerte. Warten bis zur nächsten Ausfahrt war angesagt.
Endlich konnten wir vom 09. April bis zum 04. Mai 2025 in Frankreichs Süden fahren. Dabei haben wir uns hauptsächlich fürs Languedoc-Roussillon und den Weg in die Camargue entschieden. Den Abschluß bildete in Hanau ein Konzert mit Konstantin Wecker.
Insgesamt haben wir 2.934 km zurückgelegt. Übernachtet haben wir auf Wohnmobil-Stellplätzen, oder nicht reglementierten Parkplätzen, sowie auf dem Campingplatz in Les Saintes Maries de la Mer.
Wie sich später heraus stellte, war es von Lena der Beginn von einigen Abschiedsreisen in diesem Jahr.
Mittwoch, 09.04.2025
Da wir schon gestern fast alles gepackt haben, kommen wir heute mal früh weg. Unser erster Stopp ist wie immer die Raststätte Wasserbillig in Luxembourg. Dort tanken wir und nehmen einen kleinen Imbiss im Wohnmobil zu uns. Diesmal gibt es keine überteuerte Currywurst, sondern selbst gemachten Nudelsalat. Der Kaffeekauf gehört natürlich auch dazu.
Kurze Zeit nach dem Zwischenstopp geraten wir in einen Baustellenstau. Und nach dem Grenzübertritt erwischt uns bei Pont-à-Mousson auf der A31 ein langer Stau bis in Höhe von Nancy.
Auf dem weiteren Weg in Richtung Süden verlassen wir bei Toul die Autobahn und fahren auf der Landstraße weiter. Wir wollen heute bis in den kleinen Ort Goncourt kommen. Als wir dort in die kleine Seitenstraße zum Stellplatz einfahren, erleben wir eine große Überraschung. Es ist jetzt doch schon spät geworden. Der kostenlose Stellplatz mit V+E (Spende EUR 3,00) ist voll. Wir erwischen gerade noch eine kleine Lücke am Rande. Wahrscheinlich sind wir in eine Rückreise-Zeitspanne der Spanien-Überwinterer geraten. Denn so etwas haben wir hier noch nicht erlebt.
Tagesstrecke: 411 km
Donnerstag, 10.04.2025
Die Sonne weckt uns. Es ist herrliches Wetter. Einige Wohnmobilisten haben bereits sehr früh ihre Motoren angeworfen um weiter zu fahren.
Wir bereiten unser Frühstück vor. Baguette und Croissants gibt es noch immer in der kleinen Alimentation, Bar, Tabac.
Und der Metzger fährt am anderen Ende des Platzes mit einem Verkaufswagen vor, wo die Einheimischen für ihren Einkauf genügend Parkmöglichkeiten vorfinden.
Nach der Ver- und Entsorgung fahren wir heute zuerst auf der D674 kreuz und quer durchs Land über Chaumont und Chatillon-sur-Seine ins nördliche Burgund. Dabei nutzen wir nicht nur Nationalstraßen, sondern unser Navi nimmt uns auf eine Erlebnistour über bessere Feldwege mit. Hier im Burgund haben wir einige Übernachtungsmöglichkeiten, aber auch zwei Orte, in denen wir viel sehen können.
Unsere erste Station ist Alise-Sainte-Reine, besser gesagt das am Fuße des Ortes gelegene Museum „Alesia“. Leider dürfen wir hier nicht übernachten.
In dem Museum Alesia werden Ausgrabungserkenntnisse über eine Siedlung Cäsars ausgestellt, der hier den letzten verbliebenen Gallierfürsten, Vercingetorix, in eine endgültige Schlacht i. J. 52 v. Chr. zwingen wollte. Denn dieser hatte sich nach zermürbenten Scharmützeln in das Oppidum oberhalb des heutigen Alise-Sainte-Reine zurückgezogen. Nach wechselnden Erfolgen musste sich Vercingetorix mit seinen verbliebenen gallischen Soldaten den Römern ergeben.
Nach der Besichtigung der Ausgrabungsfunde begeben wir uns in den Außenbereich zu den Wallanlagen Cäsars bei der Einkesselung und Belagerung von Vercingetorix Truppen.
Von hier aus fahren wir auf den Hügel oberhalb des Ortes, wo nach der Zerschlagung des gallischen Heeres die Römer ihrerseits für mehrere Jahrhunderte eine Siedlung errichtet haben.

Die civile Basilika diente der Kurie, dem damaligen Stadtrat und war ein Gerichts- und Versammlungsort.
Auf dem nicht weit entfernten Plateau der Erhebung steht Vercingetorix.
Bevor wir zu unserem nächsten Stopp nach Flavigny-sur-Ozerain fahren können, müssen wir noch den Weg durch die schmalen Gassen von Alise-Sainte-Reine finden. Das ist gar nicht so einfach.
Flavigny-sur-Ozerain ist nicht weit entfernt. Kurz vor den alten Stadtmauern finden wir einen ruhigen und kostenlosen Parkplatz wo wir übernachten können.
Aber was zieht uns nach Flavigny-sur-Ozerain, es ist die Herstellung der wunderbaren kleinen weißen, runden Bonbons mit einer Zuckerschicht um den Anissamen in der Mitte, die wir so lieben. Benediktiner Mönche haben diese im 9. Jhdt. erstmals heraus gebracht.
Der Beginn dieser Erfolgsgeschichte liegt aber bereits im Jahre 52 v. Chr.. Julius Cäsar bringt zu den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Galliern grüne Aniskörner mit, um seine Soldaten bei Verdauungsstörungen zu behandeln. Während der französischen Revolution fliehen die Mönche. Einige Bewohner von Flavigny produzieren die Anisbonbons weiter. Nach dem Unternehmenskauf durch die Familie Galimard Ende 1896, übernahm 1923 Jean Troubat die Anisfabrik, dessen Erben auch heute noch das Unternehmen in Familienbesitz leiten.
Für eine Besichtigung der heutigen Werkstätte sind wir zu spät. So machen wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Ort.
Hier ist es wunderschön und ich kann in Ruhe Fotos machen, weil es im Ort „totale tote Hose“ ist. Offene Bäckereien und Lokale sind Fehlanzeige.
Tagesstrecke: 163 km
Freitag, 11.04.2025
Wir haben natürlich sehr ruhig geschlafen. Und da das Museum „Les Anis de Flavigny“ ab 10.00 Uhr offen hat, können wir uns dort ausführlich umsehen.
Lena hat es sich schon mal gemütlich gemacht. Wir sind nämlich erst bei der Führung um 11.20 Uhr dran.
So, die Gruppe vor uns ist bereits beim Erinnerungsfoto. Gleich können wir rein.
Neben dem Anissamen ist der Zucker für die Ummantelung der wesentlichste Bestandteil.
Durch Verwirbelungen werden Anissamen und Zucker so lange verarbeitet, bis die Pastillen genau die richtige Größe erreicht haben.
Dort geht es in das mittlerweile vollautomatisierte Allerheiligste der Produktion. Nun darf nicht mehr fotografiert werden.
Wir sind wieder in den Verkaufsräumen und das Fotografierverbot ist aufgehoben. Auf dem folgenden Bild sieht man die fortlaufenden Stufen der Verarbeitung.
Da es inzwischen Pastillen mit den unterschiedlichsten Aromen gibt, kann ich meine Nase mit allerlei Duftnoten versorgen.
Als letztes passieren wir einige alte Räumlichkeiten, in denen sich jetzt die Verpackungsstation befindet.
Es ist so schön draußen, dass wir nochmals einen Rundgang durch Flavigny machen. Vielleicht finden wir ja heute hier ein offenes Lokal.
Ach schau mal an, das Restaurant „La Grange“ hat geöffnet.
Lena isst eine Quiche und einen Salat, …
…, und ich einen Hackfleischklos mit Kartoffeln, Linsen, Bohnen und Möhren (total gesund).
2001 wurde in Flavigny acht Wochen lang an dem Film „Chocolat“ mit Johnny Depp und Juliette Binoche gedreht. Dass der Film dann auch noch fünf Oskarnominierungen brachte, hat den Bekanntheitsgrad des 400-Einwohner-Dorfes enorm erhöht.
Und weiter geht es. Kleine Sträßchen bringen uns nach einiger Zeit auf die D994 und über Autun und Digoin nach Molinet zu dem kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz mit V+E. Dieser Platz ist auch schon wieder voll belegt. So stellen wir uns ein paar Meter weiter auf ein Wiesenstück und genießen die abendliche Sonne und den Blick auf den Canal de Roanne.
Tagesstrecke: 155 km
Samstag, 12.04.2025
Heute ist nach den zwei Besichtigungstagen wieder ein Fahrtag angesetzt. Der Anfang ist nicht so glücklich, da die Entsorgung der Toilette am Stellplatz nicht funktioniert. Dies können wir aber am Stellplatz in Digoin erledigen.
Nun geht es aber los und über Vichy in Richtung Clermont-Ferrand. Kurz bevor wir dort auf die kostenlose Autobahn N75 fahren, nutzen wir einen kleinen Rastplatz für einen Imbiss mit Crevetten, Mayonnaise und Baguette.
Nachdem wir uns durch die Außenbezirke von Clermont-Ferrand gequält haben, kommen wir endlich auf die N75. Es ist sonnig, wir passieren eine herrliche Landschaft in der Auvergne und es ist wenig Betrieb. Was nur stört, ist der böige Seitenwind.
In Millau gibt es dann noch eine abenteuerliche Anfahrt auf den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E von Camping-Car-Park (Gebühr 15,67 inkl. Strom). Er ist schon fast voll, aber wir finden einen Platz für unser Wohnmobil. Nach uns herrscht regelrechter Hochbetrieb, aber nur noch erfolglos.
Es ist Spätnachmittag oder schon früher Abend (?) und durchgehend bewölkt. Wir wollen uns aber noch nicht in unser Wohnmobil verkriechen, dafür ist die Aussicht nicht so erquickend. Also machen wir uns auf einen Rundgang durch die Gemeinde. Millau liegt lang ausgestreckt an dem Fluß Tarn.
Unser erster Eindrück hat etwas von „Hinterhof-Romantik“ mit künstlerischem Flair.
Nachdem wir aber den Bd. Richard bzw. Bd. Saint-Antoine überschritten haben, bewegen wir uns durch die Gassen der Altstadt.
Bei den kühleren Temperaturen heizt eine Band den Gästen einer Bar etwas ein.
Nach einiger Suche finden wir eine kleine Pizzeria, die uns zusagt. Unser aufkommender Hunger kann mit sehr guten Pizzen gestillt werden. Es hätte aber auch ruhig noch eine weitere Person mitessen können.
Und wieder einmal ist es Samstagabend in einer Kleinstadt – Leere, Stille. An den Werktagen kann es hier ganz anders aussehen.
Wir sind doch ein wenig zu dünn angezogen gewesen, und sind nun etwas durchgefroren. Da ist es genau das Richtige, sich bei Heizungswärme im Wohnmobil in eine Ecke zu kuscheln.
In Millau gibt es bestimmt noch einiges zu sehen, und um Millau herum gibt es noch Hinweise auf die keltischen Siedlungen. Wir wollen aber hier nur einen Übernachtungsstopp auf dem Weg nach Süden einlegen.
Tagesstrecke: 365 km
Sonntag, 13.04.2025
Heute Morgen ist das Wetter gleichbleibend bewölkt, und ich bin auf der Suche nach einer offenen Boulangerie.
Während meiner Abwesenheit hat Lena mit dem Einsortieren ihrer Wochenration an Tabletten angefangen.
Dann finde ich diese Zusammenstellung schon besser.
Vor der Abfahrt wird noch schnell ver- und entsorgt. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen.
Für die Weiterfahrt können wir jetzt doch auf dem kürzesten Weg über den Tarn und in Richtung Viaduc fahren. Beim Carrefour tanken wir noch einmal voll, damit wir beruhigt hinter dem Viaduc auf die kostenlose Autobahn fahren können.
Der Regen wird immer stärker, und die Sicht schlechter. Etwa drei Stunden später erreichen wir kurz vor 16.00 Uhr den kostenlosen Stellplatz ohne V+E in Albi. Er ist Teil eines Großparkplatzes, direkt an der Altstadt. In Albi sieht man wenigstens zwischen den grauen Wolken wieder ein paar blaue Flecken.
Albi hat etwas mehr als 50.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Départements Tarn und liegt in der Region Okzitanien. Erste Erwähnungen berichten über eine römische Siedlung. Außerdem galt die Region um Albi als Zentrum für die Religionsgemeinschaft der Katharer, die deshalb auch als Albigenser bezeichnet wurden.
Uns zieht es nun auf schnellstem Weg zum Palais de la Berbie im Bischofsviertel, in dem das Musée Toulouse-Lautrec untergebracht ist. Dort wird die weltweit umfangreichste Sammlung von Werken (Gemälde und Plakate) Henri Toulouse-Lautrecs beherbergt. Vielleicht haben wir ja Glück und kommen heute noch hinein, denn sie soll noch bis 18.00 Uhr geöffnet haben. Am morgigen Montag ist Ruhetag und die Ausstellung geschlossen.
Wir haben Glück und kommen noch in die Ausstellung. Sie enthält zahlreiche Frühwerke, dann die Milieubilder aus seiner Pariserzeit im Künstlerviertel Montmartre, sowie seine Plakate für das „Moulin Rouge“. Insgesamt betrachtet zeigt sie sehr deutlich auf, welche beeindruckende Entwicklung T.-L. vollzogen hat, und wie tief er, auch beeinflußt durch seine Körperbehinderung, in die Lebensgemeinschaft in Montmartre aufgenommen worden ist.
Obwohl wir vor 50 Jahren schon einmal dieses Museum besucht haben, werden wir sofort wieder in den Bann der Bilder hineingezogen.
Die Cathédrale Sainte-Cécile (Baubeginn im 14. Jhdt.) gehört zu den größten Backsteinkirchen der Welt, und ist mit ihren teilweise bis zu sechs Meter dicken Wänden fast schon eine Festung bzw. Wehrkirche.
Wir haben jetzt Zeit. Es ist zwar alles geschlossen, trotzdem spazieren wir noch ein wenig durch die Altstadt.
In einem offenen Café machen wir es uns bei Kaffee, Eis und Ricard ein wenig gemütlich.
Am Abend haben wir von unserem Platz aus ein ganz tolles Panorama.
Tagesstrecke: 113 km
Montag, 14.04.2025
Heute haben wir erstaunlicherweise wieder strahlendblauen Himmel. Deshalb machen wir noch einmal einen Bummel durch die Altstadt. Aber die Markthalle hat noch immer geschlossen. Das wundert uns schon sehr.
Da wir heute noch in den Katarerort Cordes-sur-Ciel wollen, gehen wir zurück zum Wohnmobil und fahren in die 25 km entfernte und in nordwestlicher Richtung von Albi liegende Gemeinde. Sie liegt weithin sichtbar auf der Kuppe eines Hügels und hat ihr mittelalterliches Aussehen bewahrt. Cordes (okzitanisch Còrdas) hat nicht ganz 900 Einwohner und gehört seit 2021 zu den schönsten Dörfern Frankreichs.
Die Suche nach einem Parkplatz ist gar nicht so einfach. Der erste Parkstreifen am Straßenrand ist noch viel zu weit weg. Der nächste Besucherparkplatz am Straßenrand kostet EUR 6,00 und ist uns recht.
Der weitere Weg führt uns zu Fuß nur noch bergauf, dabei gehen wir zuerst ein Stück durch die Neustadt. Der mittlere Bereich dürfte im 14. bis 16. Jahrhundert erbaut worden sein. Das war auch die wirtschaftliche Blütezeit von Cordes mit seinen über 5.000 Einwohnern.
Ob die Bergkuppe vor dem Bau einer Bastide (befestigte Dörfer bzw. Städte) im 13. Jhdt. schon einmal besiedelt war, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall sind wir ganz schön am schnaufen, und müssen desöfteren Pausen einlegen. Unser Eingang zur Bastide ist an der unteren Befestigung die spätmittelalterliche Porte D’Horloge.
Nachdem wir noch die Porte du Vainquer und die Porte de Rous passiert haben, gelangen wir in den inneren Bezirk hinter den Stadtmauern (Remparts). Bei der offen gebauten Markthalle, Halle de Cordes-sur-Ciel, mit ihrem 100 m tiefen Brunnen, sehen wir das Restaurant „Les Arcades“. Das ist jetzt genau das richtige für uns, ein Restaurant mit regionaler Küche. Leider hat es mehr versprochen, als es dann gehalten hat.
Gegenüber der Markthalle befindet sich das Musée d’Art Moderne et Contemporain in einem alten Gebäude mit einem unscheinbaren Eingang. Dort steht eine kleine Tafel mit einem Ausstellungshinweis für einen zeitgenössischen Künstler. Erst an der Information erfahren wir, dass es einen Saal mit Werken von Picasso und weiteren Künstlern seiner Zeit gibt. Da ist unsere Überraschung groß.
Neben den ausgetretenen Steinstufen gibt es bei der Wendeltreppe aber auch noch einen steinernen Handlauf.
Diese Ausstellung war wirklich überraschend und außerordentlich. Und weiter geht es durch die Gassen von Cordes.
Immer wieder gibt es kleine Plätze mit einer herrlichen Aussicht.
Nach dem ausgiebigen Rundgang geht es irgendwann doch wieder bergab. Wer glaubt, das sei einfacher, der hat sich bei dem welligen Kopfsteinpflaster aber getäuscht.
Wir haben eine anstrengende Besichtigungstour hinter uns gebracht. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Von der Bastide aus, haben wir einen Parkplatz mit Wohnmobilen gesichtet, den wir für die Übernachtung ansteuern wollen. Der „Parking des Tuileries“ hat einen eigenen Bereich für Wohnmobile (Gebühr EUR 8,00 inkl. V+E). Die tolle Aussicht auf Cordes gibt es gratis.
Tagesstrecke: 27 km
Dienstag, 15.04.2025
Obwohl die Ostertage „vor der Tür“ stehen, ist das Wetter sehr unbeständig, und selbst bei Sonne und blauem Himmel geht ein kalter Wind. Heute wollen wir bis zum Canal du Midi fahren. Wir lassen uns überraschen.
Nach nur wenigen Kilometern landen wir zur Mittagszeit in Gaillac beim „Chinesen“ zum Mittagsbuffet (EUR 16,90 pro Person).
Bei der Weiterfahrt durchqueren wir auch eine Garrigueszone (Dies ist eine offene mediterrane Strauchheidenformation auf flachgründigen Böden, die in Südfrankreich oft vorkommt. Hier ist alles mögliche am blühen.
Homps am Canal du Midi empfängt uns auch mit „grau in grau“, der wohl zur Zeit gängigsten Farbe. Der CCP Wohnmobil-Stellplatz mit V+E (Gebühr EUR 15,18 inkl. Strom) ist gut frequentiert. Im Hafen ist ebenfalls Hochbetrieb, da die Boote für die Feiertage und den Beginn der Saison vorbereitet werden.
Wir spazieren noch ein wenig herum, um für den Tag wenigstens noch ein paar Schritte zu sammeln.
Die romanische Chapelle Saint-Etienne aus dem 12. Jahrhundert ist zusammen mit dem Friedhof als Naturdenkmal eingestuft.
Wir beschließen, noch einen weiteren Tag hier zu bleiben.
Tagesstrecke: 160 km
Mittwoch, 16.04.2025
Der Tag begrüßt uns tatsächlich mit Sonne und blauem Himmel, auch wenn ein paar graue Wolken noch über den Bergen hängen. Ich mache mich auf den Weg in den Ort, um ein frisches Baguette und zwei Croissants zu erstehen. Mit Erfolg! Auf der anderen Seite des Hafens gibt es in einer Gasse einen kleinen Lebensmitteladen.
Wir lassen den Tag gemütlich angehen, laufen ein wenig herum, entscheiden uns für eine nachmittägliche Bootstour auf dem Canal du Midi, …
… und finden doch tatsächlich ein kleines Restaurant, das „Le Pulpe“ mit einem ansprechenden Mittagsmenü.
Im Nachgang des Essens gibt es dann als Zugabe „elektronische Kasse kaputt, nur Barzahlung möglich“. Das gibt es seit der Corona-Zeit desöfteren. Bei uns zuhause auch.
Nach dem guten Essen machen wir dann eine gemütliche Boots-Rundfahrt bei schönem Wetter.
Und schon ist das schöne Wetter wieder vorbei.
Tagesstrecke: 0 km
Gründonnerstag, 17.04.2025
Auf der Fahrt nach Gruissan ist es windig, aber stärkere Böen sind nicht zu spüren.
Nachdem wir uns durch Narbonne gemüht haben, erreichen wir gegen Mittag den Wohnmobil-Stellplatz mit V+E „Aux Quatre Vents“ (Gebühr EUR 11,00). Der Stellplatz ist nicht so voll belegt, und wir finden sogar noch einen Platz direkt am Wasser. Wir buchen erst einmal für drei Tage, denn hier läßt es sich aushalten.
Wir sind hier in Gruissan-Villages, dem ältesten Ortsteil der Gesamtgemeinde. Der historische Ortskern liegt auf einer Insel innerhalb der Lagune, und wird inmitten von der auf einer Erhebung im 14. Jhdt. errichteten Burganlage überragt. Diese Burg sollte den Hafen von Narbonne schützen, von dem aber nichts mehr zu sehen ist.
Auf einem Damm kann man von hier aus auf die vorgelagerte Insel mit dem Ortsteil Gruissan-Plage fahren, der im 19. Jhdt. als Naherholungsziel für die Narbonner Bevölkerung entstanden ist. Besonders auffallend sind dort die Ferienhäuser in Strandnähe, die als Stelzenbauten errichtet wurden.
Gruissan-Port ist ein Produkt der 70er Jahre. Der moderne und riesengroße Yachthafen wird von Hotels, Apartementblocks und Restaurants eingerahmt.
Wir drehen noch eine kurze Begrüßungsrunde durch den alten Ortsteil, bevor wir uns beim Wohnmobil vergnügen.
Der Bouleplatz ist auch wieder gut besucht.
Der Tour Barberousse und ein paar Mauerreste sind die Überbleibsel der Burganlage.
Bevor wir zum Wohnmobil zurück gehen, machen wir im Café de la Paix Gruissan, dem Lebensmittelpunkt der Gruissaner und der Touristen in Gruissan, einen Zwischenstopp für einen Sonnenuntergangs-Ricard.
Tagesstrecke: 48 km
Karfreitag, 18.04.2025
Trotz Karfreitag haben wir herrliches Wetter. Ich fahre mit dem Rad zum Bäcker am Kreisel, um frische Backwaren zu kaufen. Lena hat schon den Tisch gedeckt und ein Gast wartet auch schon auf mich.
Die Wohnmobile stehen wie immer ganz friedlich aufgereiht herum.
Die höheren Ausläufer der Pyrenäen sind noch mit Schnee bedeckt. Vielleicht ist dort aber auch Neuschnee heruntergekommen, als es bei uns geregnet hat.
Und wieder drehen wir ganz gemütlich eine Runde, diesmal um Gruissan-Village herum.
Im Ort ist es im Schatten ganz schön kalt.
Wir haben unseren Spaziergang erledigt. Überall in den Bars und Restaurants ist reges Treiben. Wir gehen zum Place Général Gibert, dort findet auch immer ein Teil des Wochenmarktes statt. Und in den dortigen Restaurants kann man ganz gut essen. In Gruissan ist zur Zeit noch nicht alles offen, so entscheiden wir uns für das „Coquille“, und bestellen uns eine Flasche Rosé und zweimal Moules.
Größer kann die Enttäuschung nicht sein. Die Miesmuscheln sind alt und trocken. Ich beschwere mich beim Service, und bekomme noch ein paar neue Muscheln dazu. Insgesamt ist das Essen unser größter Reinfall, den wir je erlebt haben. Beim begleichen der Rechnung sage ich nochmals meine Meinung, aber es kommt noch nicht mal eine Entschuldigung über die Lippen des Personals und des Geschäftsführers.
Irgendwie ist jetzt die Luft raus. Wir ruhen uns im Wohnmobil aus und widmen uns ganz gemütlich auf der windgeschützten Seite des Wohnmobils der Literatur.
Tagesstrecke: 0 km
Karsamstag, 19.04.2025
Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Wir werden im Verlaufe des Vormittags mit einem Starkregen bedacht. Geduld ist gefragt. Irgendwann wird der Regen auch mal aufhören. Wir sind hier doch am Meer. Eigentlich wollen wir heute auf den großen Wochenmarkt gehen. Das wird wohl nix.
Wir geben ja nicht auf. Kurz nach 13.00 Uhr hört es auf zu regnen. Da wir auf dem Markt kein Geld ausgeben können. Lassen wir uns in einem netten Lokal am Yachthafen verwöhnen. Natürlich bestellen wir innerhalb des Menüs als Hauptgericht Moules à la Marinière, und hier sind sie sehr gut. Auch kommen sie nicht auf einem Teller, sondern werden in einem Topf serviert, wie es sich gehört.

Tiède notre Moelleux au chocolat maison et sa boule de glace à la vanille (Schokoladekuchen mit flüssigem Kern, Salzkaramel-Deko und Vanille-Eis)
Anschließend spazieren wir durch Gruissan-Port, da das Wetter besser geworden ist. Als Abschluß besuchen wir natürlich das Café de la Paix im alten Ortskern.
Tagesstrecke: 0 km
Ostersonntag, 20.04.2025
Es ist April-Wetter, heute mit einem strahlend blauen Himmel. Wie jeden Tag, machen wir einen Spaziergang durch Gruissan-Village. Bei dem schönen klaren Wetter möchte ich aber auf die Anhöhe zu den Überresten der Burganlage.
Kurz vor der Treppe hinauf zum Tour Barberousse, passieren wir die Église Notre-Dame de l’Assomption de Gruissan. Es lohnt sich, um einmal kurz in sich zu gehen.
Dieses Mal möchte Lena nicht mit hinauf zur Burgruine gehen. Es ist ihr zu anstrengend. Sie setzt sich lieber auf ein Schweppes in die Bar bei der Kirche.
Die Rundumsicht ist heute ein Traum. Durch den gestrigen Regen ist total klare Sicht.
Nach zweimal Moules, möchten wir heute im Wohnmobil essen.
Tagesstrecke: 0 km
Ostermontag, 21.04.2025
Heute hat unsere Faulenzerzeit in Gruissan ein Ende. Es war ein richtig guter Ruhepol und hat Lena gut getan.
Es ist Markt. Also fahren wir mit dem Wohnmobil zuerst auf den Parkplatz zum Cave de Gruissan, wo ich ich später Wein einkaufen möchte, und gehen in den Ort um bei den Marktständen etwas zu stöbern.
Zurück in der Cave kaufe ich ein Paket von dem Roten und dem Weißen (siehe unten) und noch zwei 3 l-BiBs (Bag-in-Box) zum selbstzapfen.
Ein klein wenig schwerer fahren wir mit dem Wohnmobil nach Béziers auf den Parkplatz bei den Écluses de Fonserannes. Mit Hilfe dieser historischen Schleusentreppe mit sechs Staustufen überwinden die Boote auf dem Canal du Midi einen Höhenunterschied von 13,60 m.
Wir haben so ein Pech. Es liegen vor der obersten Schleuse zwar einige Boot, es will aber niemand fahren. So können wir den ganzen Spaß nicht in Aktion sehen.
Dann spazieren wir eben zur Innenstadt von Béziers, die nur fußläufig entfernt ist. Das Gebiet des heutigen Béziers soll bereits seit dem 7. Jhdt. v. Chr. als gallisches Besara besiedelt worden sein. Römer, Sarazenen und Franken folgten ihnen. Die bereits im 8. Jhdt. erbauten Ursprünge der heutigen auf den Felsen oberhalb des Orb thronenden Cathédrale St.-Nazaire, wurden 1209 bei der Eroberung der Stadt während des Kreuzuges gegen die Katharer durch die Kreuzritter zerstört. Den Albigensern (Katharern) diente Béziers als eine ihrer Hochburgen. Bei dem Massaker der Kreuzritter sollen im Namen des Papstes Innozenz III. innerhalb Béziers ca. 20.000 Einwohner ermordet worden sein.
Auf der Fußgängerbrücke über den Orb gelangen wir zum Zentrum, welches wir durch einen Durchbruch in der Befestigungsmauer betreeten können.
An den herrschaftlichen Bauten erkennt man schon den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt seit dem 16. Jhdt. durch den sich immer weiter vermehrenden Wein- und Olivenölhandel.
Im Restaurant „Le Vieux Siège“ bekommen wir um 14.30 Uhr, auf die letzte Minute, sogar noch ein Menü zur Auswahl.
Zum Abschluss unseres ausgiebigen Rundganges sind wir wieder am Place des Trois Six, wo wir gegessen haben. So schließt sich der Kreis. Hier befindet sich die Billeterie Petit Train, der auch eine Haltestelle an den Écluses de Fonserannes hat. Wir kaufen uns sofort zwei Tickets (je EUR 5,00) und machen mit dem Petit Train noch eine kleine Stadtrundfahrt und werden gemütlich zu unserem Wohnmobil gebracht.
Vom Parkplatz an den Schleusen war es nun nicht mehr weit bis zum Wohnmobil-Stellplatz „Aire de Stationnement pour Camping Cars de Sauclieres“ mit V+E (Gebühr EUR 12,72/ 24 Std.)
Tagesstrecke: 43 km
Dienstag, 22.04.2025
Nach der Ver- und Entsorgung fahren wir auf der Landstraße an der Küste entlang nach Sète.
Dabei passieren wir schon ein paar Kilometer vor der Innenstadt von Sète den Wohnmobil-Stellplatz „Les 3 Digues“ mit V+E (Gebühr EUR 11,00/24 Std.). Da dies der Badestrand von Sète ist, gibt es außer den zahlreichen PKW-Parkplätzen auch mehrere Pendelbus-Haltestellen. Eine befindet sich in der Nähe zur Einfahrt des Wohnmobil-Stellplatzes.
Da wir in Sète etwas essen möchten, versuchen wir aber unser Glück mit dem Wohnmobil einen passenden Parkplatz in der Innenstadt zu finden. Diese Stadt ist wie immer ein Chaos, und der Quai Général Durand ist eine verflixte Engstelle für alle Autos. Wir haben schon so oft kapituliert und sind dann weiter gefahren.
Am Binnenhafen gibt es nichts für uns wo wir parken dürfen. Am anderen Ende im Industriegelände von Séte gibt es Freiflächen auf denen wir uns hinstellen könnten. Dies ist uns aber nicht so geheuer. Wir geben Sète aber nicht auf. Also fahren wir zurück zum Stellplatz und bekommen tatsächlich kurz danach die Möglichkeit, mit einem Pendelbus in die Stadt zu fahren.
Kurz vor dem Binnenhafen ist eine Haltestestelle, an der wir den Bus verlassen. Von dort aus gehen wir zu Fuß am besagten Quai entlang. Dort folgt ein Restaurant dem Anderen, und wir haben genügend Auswahl. Wir landen im „Les Goelands“ , da es dort Couteaux in den Gerichten gibt. Diese Sorte von langen Muscheln findet man nicht so oft auf den Speisekarten.

Hauptspeise: Risotto encre de Seiche avec Fruit de Mer (Tintenfisch-Risotto mit Scampi und Couteaux)
Lecker war’s, und jetzt ist Zeit zu einem Erkundungs-Spaziergang .
Der Place du Pouffre ist der belebte Mittelpunkt mit Bars und Restaurants. Hier finden auch im Sommer zahlreiche Festivitäten unter den schattenspendenden Bäumen statt. Auch ist die „Halles de Sète“ (Markthalle) nur wenige Meter entfernt.
Als sich die Müdigkeit so langsam bemerkbar macht suchen wir uns die Bushaltestelle, an der wir mit unserem Pendelbus wieder zurück fahren können.
Unsere Stellplatz-Nachbarn auf der einen Seite (auch Deutsche) sind von ihrem Auftreten her nicht so angenehm. Wir ziehen es vor, uns in eine andere Ecke des großen Platzes zu stellen.
Da es ganz einfach zu schön ist, machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Strand entlang. Lena zieht es ans Wasser, wenn wir schon mal so nah sind. Recht hat sie.
Tagesstrecke: 68 km
Mittwoch, 23.04.2025
Welch eine Freude, um 08.30 Uhr hupt der Bäcker vor dem Stellplatz. Der Tag kann beginnen. Bevor wir weiter fahren , besuchen wir noch mal den Strand. Auch hier versucht man die kleinen Sanddünen durch Bepflanzungen zu behalten.
Wir hatten ja gestern Abend schon gedacht, dass hier eine offene Strandbar wäre. Es gab aber nichts zu trinken, sondern nur einen Besuch der Security. In den Strandkulissen wird ein Film gedreht.
Unser nächstes Ziel ist Mèze, eine kleine Stadt am nördlichen Ufer des Étang de Thau. In dieser geschützten Bucht mit Zugang zum Mittelmeer siedelten bereits phönizische Seefahrer. Austern, Muscheln und Fische sind die Haupteinnahmequellen. Der Weinanbau kommt erst danach. Es heißt, dass etwa ein Drittel der Einwohner von der Austernzucht leben.
Wir kurven kreuz und quer durch die Einfallstraßen und die teils engen Gassen der Altstadt, bis wir dann doch etwas außerhalb des inneren Bezirks einen Parkstreifen an einer Straße finden. Wir spazieren durch die Gassen und gelangen zum Hafen von Mèze.
Der einzige größere Platz, am Hotel de Ville, ist aufgrissen. Es ist fast wie Zuhause.
Am Spätnachmittag fahren wir südwestlich von Mèze zu unserem Übernachtungsplatz von France Passion. Karin & Yvan Caussel haben eine Austernzucht und firmieren unter „La Noisette d’Oc“. Dort steht den Wohnmobilisten ein großer geschotterter Parkplatz zur Verfügung. Er ist schon gut besucht. Wir machen es uns noch ein wenig gemütlich, bis ich mich anmelden und leckere Sachen einkaufen kann.
Madame Caussel regelt den Verkauf. Neben den Austern und sonstigem Getier, gibt es noch eine Art Pastete, die mich sofort zum Kauf reizt.
Gegen Abend lassen wir uns dann bei einem regionalen perlenden Weißwein die Austern und Crevetten (Kaufpreis insgesamt EUR 18,86) schmecken.
Nach dem sehr guten Essen und bei der Aussicht läßt es sich aushalten. Lena dreht noch eine kleine Neugierrunde.
Tagesstrecke: 40 km
Donnerstag, 24.04.2025
Huch, selbst hier kommt am Morgen um 08.00 Uhr der Bäcker.
Nach dem Frühstück fahren wir noch etwa 200 m weiter auf der Straße nach Südwesten. Dort ist der commerzielle Bereich unzähliger Austernzüchter. Wir streifen durch Cabanes und schauen uns das dortige Treiben an.
Für den direkten Verkauf an Privatpersonen haben wir keinen Ansprechpartner gefunden. So fahren wir jetzt weiter nach Le Grau du Roi. Dies ist auch so ein Anziehungspunkt für uns, den wir schon oft in unseren Provence-Reisen angesteuert haben.
In den letzten Tagen habe ich mir immer wieder in der CampingCarPark (CCP)-App die Belegung des CCP-Stellplatzes angeschaut. Er war ständig voll belegt. Aus diesem Grund habe ich meine Mitgliedschaft bei CCP um die PACK’PRIVILÈGES gegen eine jährliche Zusatzgebühr erweitert. Damit konnte ich bereits gestern unseren Ankunftstermin im voraus reservieren.
Wir erreichen etwa eine Stunde vor dem reservierten Termin den Platz. Es gibt jetzt tatsächlich freie Plätze, aber andere Wohnmobile erhalten keinen Einlass. Ich fahre ganz glücklich an die Einfahrtsschranke, und werde auch abgewiesen. Das gibt es doch nicht. Ich versuche es noch einmal mit dem gleichen Ergebnis. Da kommt eine schweizer Wohnmobilistin, und im Gespräch klärt sich das Problem. Die Plätze sind zwar schon frei. Die Zufahrt offnet sich für uns aber erst ab dem Zeitpunkt der Reservierung.
Wir fahren auf einen riesigen Großparkplatz und sitzen bei einem kleinen Lachs-Imbiss unsere Wartezeit ab.
Bei der Ausfahrt von dem Großparkplatz ist für uns die Ausfahrtschranke geschlossen, die Einfahrtschranke war aber offen. Nach einer langen Kurblerei mit dem Wohnmobil kommen wir durch die Einfahrt von dem Platz runter, und können zu dem CCP-Wohnmobil-Stellplatz mit V+E und Strom (Gebühr EUR 18,32) in der Rue des Glaieuls fahren. Dieses Mal geht auch die Schranke anstandslos auf.
Wir halten uns gar nicht lange auf, und gehen sofort in das Zentrum von Le Grau du Roi, den beidseitig begehbaren Hafen. Hier ist immer etwas los. Gerade kommen die Fischerboote zurück. Jedes Boot hat zahlreiche Möwen im „Schlepptau“.
Die Bootsbesatzungen fangen sofort mit den Sortierarbeiten und der Entladung der Schiffe an. Währenddessen warten die Möwen auf ihren Anteil, wie zum Beispiel den Beifang, der über die Reling entsorgt wird.
Über die kombinierte Drehbrücke gelangen wir auf die andere Seite des Hafens.
Das Café de Paris ist immer für einen Pastis gut.
Irgendwann am frühen Abend setzen auch wir uns an einen Tisch und schauen mal, was der Fischfang oder die Muschelzucht uns zu bieten hat.
Für heute langt es, und wir gehen zum Wohnmobil zurück.
Tagesstrecke: 66 km
Freitag, 25.04.2025
Den sonnigen Morgen lassen wir ganz ruhig angehen. Trödeln uns sozusagen in den Tag. Gegen Mittag machen wir uns für jeden eine kleine Vorspeiseplatte und ein kleines Thunfischsteak, grünen Spargel und Taboulé Orientale.
Da wir die Speisung des Körpers erledigt haben, wollen wir dies auch für die Sinne tuen. Also fahren wir zuerst mal nach Arles. Lena möchte unbedingt zum LUMA in Arles. Dies ist ein Kulturkomplex, der sich zur Aufgabe gemacht hat, daß Künstler in Zusammenarbeit neue Wege in ihrer Schaffenskraft erarbeiten können. Das LUMA soll eine Ideenschmiede für Kultur und Ökologie sein.
Verwirklicht hat dies 2010 auf einem stillgelegten Industriegelände die Stiftung von Maja Hoffmann (Hoffmann-La Roche). Weithin sichtbar ist der 56 m hohe Turm, der von dem Star-Architekten Frank Gehry entworfen wurde. Er soll Landschaft und Himmel widerspiegeln. Der Sockel besteht aus einem gläsernen Rundbau, in Anlehnung des römischen Amphitheaters in Arles. Die zackigen Formen darüber weisen auf die Alpilles hin, und bstehen aus 11.000 Edelstahlrauten, die das Licht des Südens widerspiegeln.
Wir haben diesen Turm schon bei diversen Touren in die Camargues im Vorbeifahren betrachtet. Jetzt wollen wir diesen Campus richtig erleben. Dafür fahren wir auf den großen dazugehörigen Parkplatz und gehen los, um die grandiosen Eindrücke auf uns wirken zu lassen.
Wir sind total beeindruckt, und können bei der Weiterfahrt nur langsam wieder herunter kommen. Da passt es ganz gut , dass wir uns bei unserem heutigen Übernachtungsplatz ganz in den Schoß von Mutter Natur begeben. Mit den Infos von France Passion fahren wir zur Manade des Baumelles. Sie liegt nur noch wenige Kilometer von Les Stes. Maries de la Mer entfernt.
Auf der Manade findet heute eine traditionelle Hochzeitsfeier statt.
Inmitten von Stieren, Camarguespferden und Hühnern gibt es Erholung pur.
Tagesstrecke: 92m km
Samstag, 26.04.2025
Schon am Morgen hat der Vater schon wieder Sprechstunde für Anrufe von Zuhause.
Auf der Manade hat die Arbeit auch schon ganz früh begonnen. Die Reiter kommen bereits von den Besuchen auf den Weiden wieder zurück.
Ganz beliebt sind die geführten Gruppen-Ausritte.
Heute fahren wir nach Les Stes. Maries de la Mer. Was gibt es zu diesem Hauptort der Camargues noch zu schreiben. Bereits 1974 haben wir dort am Strand „wild“ gezeltet. In den 51 Jahren waren wir bestimmt 30 mal in Stes. Maries. Bei einem Besuch in der Provence oder der Durchfahrung des Rhonetals gehört ein Abstecher in die Camargues ganz einfach dazu. Nachdem der Stellplatz am Plage Est geschlossen wurde, fahren wir zur Übernachtung immer auf den Camping „La Brise“ (Gebühr EUR 25,00).
Heute kommen wir von Westen in den Ort. Das Kinderkarussel an der Arena steht noch. Ansonsten ist auf den ersten Blick auch noch alles wie immer.
Bevor wir uns auf den Weg machen um nachzuschauen, ob sich der Ortskern verändert hat, essen wir ein paar Happen Sardinenbrote mit Knoblauch und Petersilie.
Wir stellen schon mal vorsichtshalber den Mückenspray auf den Tisch, denn hier ist ab dem frühen Abend Autan angesagt.
Der Himmel hat an der Küste seine Farbe von blassblau auf zahlreiche Grautöne verändert.
Bei unserem Spaziergang auf der Uferpromenade fallen uns Staffeleien mit Reproduktionen von Vincent van Gogh auf. Dieser Maler hat im Mai 1888 einige Zeit in Saintes Maries verbracht und Studien für seine späteren Gemälde „Fischerboote bei Saintes Maries“ und „Fischerboote am Strand von Saintes Maries“ angefertigt.
Die Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert ist schon einige Kilometer von Saintes Maries entfernt weithin sichtbar. Aber auch zwischen den Häusern beherrscht sie das Ortsbild.
In der Urlaubszeit ist es immer ein großes Spektakel wenn für eine Veranstaltung in der Arena die Stiere durch die Stadt getrieben werden.
In diesen Gassen ist es immer wieder faszinierend, sich ganz einfach treiben zu lassen.
In der Kirche werden die angeblichen Reliquien der beiden Heiligen Maria Kleophae und Maria Salome verehrt, die hier mit einem Boot angelandet sein sollen. Deshalb wird bei den Wallfahrten im Mai und Oktober eine Statue der beiden Heiligen ins Meer getragen. Die Gitans machen an dem Maitermin ebenfalls eine Wallfahrt zu Ehren ihrer Schutzheiligen, der Schwarzen Sara. Manche meinen, sie sei die Dienerin der beiden Marien gewesen.
An den vielen kleinen Plätzen rund um die Kirche und in der Av. Fréderic Mistral befinden sich zahlreiche Bars, Cafés und Restaurants für die Verköstigung der Touristen.
Und schon haben wir wieder einen strahlendblauen Himmel.
Wir haben uns in dem zahlreichen Angebot für ein Essen im Wohnmobil eingedeckt.
Etwas ganz besonderes in Saintes Maries sind die Tellines en persillade. Wir lieben besonders noch die frühere Machart, bei der zu der Knoblauchmayonnaise und der Petersilie noch ein wenig Dijonsenf eingerührt wird.
So sehen dann leere ausgelutschte Schalen aus.
Als Hauptgericht schieben wir Tagliatelle à la Pomodoro nach.
Und wieder geht ein schöner Tag gemütlich zu Ende, leider nur im Wohnmobil. Am Abend haben draußen die Mücken die Oberhand.
Tagesstrecke: 14 km
Sonntag, 27.04.2025
Wir bleiben noch einen weiteren Tag in unserem französischen Lieblingsort. Heute wollen wir hinter dem Campingplatz im Bereich der Étangs nach den Stieren und den Flamingos schauen, um vielleicht etwas näher an die Fotoobjekte zu kommen.
Den riesigen Plage Est, wo wir 1974 noch auf einer Fläche von bestimmt 400.000 qm „wild“ gezeltet haben, gibt es nicht mehr. Das Meer hat sich den gesamten Strandbereich mit einer Tiefe von 500 bis 600 m total einverleibt. Alle örtlichen Maßnahmen zur Befestigung mithilfe von Dünen sind fehlgeschlagen. Mittlerweile werden sogar teilweise die großen Felsgestein-Befestigungen zum Schutze des breiten Schotterweges unterspült.
Zur Stärkung und aus Gründen der Tradition suchen wir gegen Mittag das Restaurant „Pica Pica“ auf. Hier bekommt man Meeresfrüchte aller Art „a la plancha“.
Auf dem kleinen Platz hinter der Kirche, im mittleren Bereich der Kleidergeschäfte, gab es früher ein kleines Café, das „Felipre“. Das war damals am frühen Morgen unsere erste Anlaufstation beim Baguettekauf. Bei einem Petit Café und nach dem Besuch der dortigen Toilette konnte der Tag beginnen.
Am heutigen Sonntag ist auf dem Place des Gitans, wo auch immer der Markt stattfindet, ein großes Boule-Turnier. Neben dem üblichen Boule, gibt es einen speziellen Tireur-Wettbewerb. Hier geht es darum, eine oder zwei Kugeln, die in der Nähe des „Schweinchens“ in einer bestimmten Kombination zusammenliegen, mit der eigenen Kugel abzuwerfen und von ihrem Platz zu entfernen. Der Tireur wirft seine Kugel ganz genau gegen die zu treffenden Kugeln. Die eigene Kugel darf auf ihrem Weg nicht rollen. Das ist wirklich hohe Kunst.
Am Spätnachmittag hat Lena unseren Tisch im Wohnmobil in Beschlag genommen, um unser Urlaubs-Tagebuch fortzusetzen. Seit 1975 haben wir in Ringbüchern Aufzeichnungen zu unseren Reisen aufgeschrieben.
Tagesstrecke: 0 km
Montag, 28.04.2025
Eigentlich ist heute unsere Abreise vorgesehen. Durch den provencalischen Wochenmarkt verzögert sich aber alles um die Zeit unseres Ganges durch die vielen Marktstände. Es ist wie immer ein Erlebnis, obwohl wir die Reihenfolge der Stände fast im Schlaf aufsagen können. Nur der Stand mit den Austern ist nicht da. Der ist nur freitags bei dem Markt mit 120 Ständen anwesend.
Irgendwann müssen wir uns aber doch von Saintes Maries trennen. Wir fahren über Arles und Avignon ins Rhone-Tal hinein. Die Nationalstraße führt bei Avignon an der historischen Stadtmauer entlang und unter der Pont Saint-Bénezet (der Pont d’Avignon) hindurch.
Weithin sichtbar, mal uns voraus oder rechts von uns, ist der Mont Ventoux mit seinem durch Wolken verhüllten Hauptes zu sehen.
In Orange umrunden wir zur Weiterfahrt den Arc de Triomphe (römischer Triumphbogen mit Steinreliefs zu Ehren des Kaisers Tiberius).
Nach 35 weiteren Kilometern biegen wir nach rechts ab und fahren nach LaGarde-Adhémar, das auf einem Hügel thront. Der kostenlose Wohnmobil-Stellplatz ohne V+E liegt unterhalb des kleinen Bd. des Montjars auf einem Wiesengelände.
Im Ort ist zur Zeit nichts los. Unsere Aussicht und die Ruhe ist dafür ganz einfach herrlich. Gegen Abend gesellen sich dann noch zwei weitere Wohnmobile zu uns.
Tagesstrecke: 144 km
Dienstag, 29.04.2025
Am Morgen steigen aus dem Rhone-Tal dichte Nebelschwaden auf. Ich versuche in dem historischen Ortsbereich frisches Brot zu bekommen.
Ich habe es gerne, morgens alleine durch solch alte Gassen zu streifen, wenn das Leben so langsam erwacht. Dabei treffe ich schon mal Gleichgsinnte, die in Café’s sitzen.
Ich hatte Erfolg und bringe neben einem Baguette auch noch schöne handgemachte Croissants mit.
Nach dem Frühstück möchte Lena vor der Weiterfahrt auch noch einen Erkundungs-Spaziergang machen.
Unser Wohnmobil ruft zur Weiterfahrt. In Donzère fahren wir noch schnell zur Ver- und Entsorgungsstation. Danach machen wir aufgrund guter Zeitplanung unseren Mittagsstopp in Montélimar. Wir folgen der N7 bis zu dem Kreisel, wo die Nationalstraße nach links abbiegt. Dort befindet sich nach ca. 100 m im Industriegebiet auf der linken Seite das chinesische Restaurant „Le Bonheur d’Asie“ mit seinem superben Mittagsbuffet von montags bis freitags für EUR 15,90. Es gibt wirklich nichts vergleichsbares.
In Montélimar Nord fahren wir auf die A7 bis zur Mautstation kurz vor Lyon (Gebühr EUR 21,20). Dort entscheiden wir uns wie immer für die kostenlose Ortsdurchfahrt und gegen die großzügige Umfahrung. Hinter Lyon, kurz vor Villefranche und der dortigen Mautstation, verlassen wir die Autobahn und fahren zu unserem Übernachtungsplatz in Francheleins an der D88. Dort gibt es von France Passion ein Übernachtungsangebot ohne V+E beim „Les Brebis de Julien“
Tagesstrecke: 234 km
Mittwoch, 30.04.2025
Auf der N6 bzw. D974 fahren wir über Chalons-sur-Saone und Dijon bis nach Goncourt, auf den kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz mit V+E. Es war eine harte Tour. Unterwegs erhole ich mich während der Herstellung eines kleinen Vorspeisentellers und unserem Allzweckshilfsmittel – Leberknödelsuppe von ALDI. Wir haben nämlich keine Anlaufstelle für ein Mittagsessen gefunden. Zum Nachtisch hole ich noch Eis am Stiel aus dem Gefrierfach des Kühlschranks.
In Goncourt ist wieder viel Betrieb.
Tagesstrecke: 294 km
Donnerstag, 01.05.2025
Gestern hatten wir schon einen harten Fahrtag. Heute wird es nicht ganz so weit werden. Unser Ziel ist der „Aire d’Accueil de Camping-Cars“ in Sarrguemines in der Rue de Steinbach 3 (Gebühr EUR 5,00) mit V+E. Der Stellplatz ist am Rande des Ortes bei einem kleinen Hafen an der Saar. Der Intermarché ist in fußläufiger Entfernung.
Unterwegs war es am Feiertag wie ausgestorben. Alles war zu.
Lena macht uns vor Ort gefüllte Paprika mit Semmelknödeln.
Um in das Zentrum von Sarreguemines zu kommen, ist es uns zu weit. Wir bleiben am Platz und faulenzen. Am Kanal und auf der Saar ist auch nichts los. Es ist aber auch viel zu heiß, um sich viel zu bewegen. Ab und zu kommen Radfahrer am Kanal entlang, und fahren vor uns vorbei.
Tagesstrecke: 166 km
Freitag, 02.05.2025
Nach einem gemütlichen Vormittag besuchen wir vor der Weiterfahrt den Intermarché …
… und essen dort auch zu Mittag ein 2-Gänge-Menü.
Es gibt auch schöne „Ecken“ in Sarreguemines zu sehen.
Bei der Ankunft in Worms ist der Stellplatz ohne V+E (Gebühr EUR 6,00) entgegen unseren Befürchtungen nur wenig besucht. Es ist schwierig, bei einem so leeren Platz sich für eine Bucht zu entscheiden. Ein Schattenplatz ist schon gut.
Bei unserem Spaziergang an den Rhein sehen wir, dass es ja eine Strandbar gibt. Das ist schön und genau richtig für uns.
Man sollte bei der Stellplatzwahl wirklich auf alles achten. Unweit von uns ist auf dem Festplatz-Gelände eine Bühne aufgebaut. Schon beim Sound-Check merken wir, dass es laut wird. Und schon bald füllt sich die gesamte Umgebung mit PKWs mit jungen Leuten.
Um 23.00 Uhr kehrt aber plötzlich Ruhe ein, und wir können schlafen.
Tagesstrecke: 143 km
Samstag, 03.05.2025
Wir wollen heute Nachmittag nur bis Hanau fahren, da wir Eintrittskarten für ein Konzert mit Konstantin Wecker haben. Also bleibt für uns noch genügend Zeit für einen Spaziergang durch Worms.
Dort rechts war einst die Martinspforte, durch die am 16.April 1521 Martin Luther mit Begleitung auf einem Pferdewagen nach Worms kam. Es war zu der Zeit ein Reichstag in Worms.
Für uns ist aber der Weinstand am Marktplatz neben der Dreifaltigkeitskirche viel interessanter.
Worms ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Der älteste bekannte Ortsnamen „Borbetomagus“ ist noch keltischen Ursprungs. Der Dom St. Peter gehört mit den Domen in Speyer und Mainz zu den drei Kaiserdomen.
Ein Besuch wert ist auch die Parkanlage neben dem Dom.
Weil wir kein Pfälzer Gasthaus finden, kehren wir zum Abschluß von unserem Besuch in Worms bei einem griechischen Restaurant ein. Das Essen sah schön aus, war aber insgesamt nicht ganz so frisch.
Die Fahrt nach Hanau verläuft problemlos. Schwieriger ist es schon einen Parkplatz für die Nacht in Hanau zu finden. Das Konzert findet im Congress Park Hanau statt. Direkt dabei ist kein Parkplatz und ich finde nichts wo wir stehen können. Als ich an dem Schlossgarten entlang fahre, komme ich am Hallen- und Freibad vorbei. Und tatsächlich finde ich einen kleinen versteckten Parkplatz wo ich hin kann. Für den Spätnachmittag und die Nacht bezahle ich EUR 9,00. Der Congress Park Hanau ist von hier aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.
Das Weckerkonzert „Lieder meines Lebens – Tour 2025“ ist ein Querschnitt des Schaffens und wird von Konstantin Wecker mit einem erzählerischen Rückblick auf sein Musikerleben ausgefüllt. Für mich hört es sich wie ein Abschied an. Dementsprechend ist auch am Ende die Stimmung bei Wecker zu spüren. Er erklärt auch, dass er durch einen Sturz von der Bühne gehandicapt ist. Außerdem klappt es durch Beeinträchtigungen seiner Hände nicht mehr so mit dem Klavierspiel.
Vielleicht gerade deshalb war das Konzert wunderbar, und ging richtig unter die Haut. Wir sind sehr froh, hier gewesen zu sein.
Nachtrag 2026: Die viel und sehr frühzeitig beworbene Tournee 2026 muß aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. Ich könnte es doch getroffen haben.
Mittendrin kommt der „inklusive Gebärdenchor LUKAS 14“ auf die Bühne und begleiten Konstantin Wecker bei einem Lied.
Tagesstrecke: 102 km
Sonntag, 04.05.2025
Ohne Lastwagenverkehr fahren wir auf der A3 in Richtung Zuhause. Und wieder ist eine Reise vorbei.
Tagestrecke:98 km







































































































































































































































































































































































































































































































































































































